Monument Valley

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Das wundersame Bild, das Karl May von den Indianern zusammengeflunkert hat stimmt leider nicht bzw. nicht mehr. Angekommen in Monument Valley wurde man von den Urenkeln des Großen Bären umringt - jeder versuchte etwas zu verkaufen, und dies aufdringlicher als man es beispielsweise von der Region östlich von Ahlbeck gewohnt ist. Wir hatten schnell genug von dieser Touristenfalle und ließen nach ein paar Schnappschüssen das weite und wohl vollständig umzäunte Indianerland im Rückspiegel verschwinden.
Im Bild unten sieht man ein Motiv, das man aus Forest Gump kennt: Auf dieser Straße hat der Forest seine Turnschuhe abgewetzt. Links kann man erkennen, wie einige Indianer heute hausen. Man sieht viele solcher Unterkünfte am Straßenrand. Wer jedoch erahnen möchte, wie es den Indianern heute geht, der sollte im einsamen Blanding übernachten. Wir konnten die ganze Nacht kaum schlafen, weil die Klimaanlage des fast zerfallenen Motels (und andere Schlafmöglichkeiten findet man hier nicht) rumorte und wir uns in dem Zimmer mit kaputtem Türschloss in Anbetracht grölender Säuferstimmen wahnsinnig sicher fühlten. Die heute ärmlich lebenden Indianer können einem leid tun, wenn man bedenkt, aus welch blühender Natur sie einst in die Reservate getrieben wurden - ein gerechter Deal war das damals nicht einmal ansatzweise. Das Bild von Winnetou ist jedenfalls gestorben.

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